Lebensmittelverschwendung



Tipps für einen bewussten Lebensstil


Wir alle verschwenden eine Menge Nahrungsmittel. Pro Kopf und Person werden jährlich rund 78 Kilo Lebensmittel weggeworfen! Vor allem Brot, Milchprodukte, Obst und Gemüse landen oft in der Mülltonne. Das ist nicht nur eine Verschwendung dieser Lebensmittel, sondern kostet auch viel Energie und Geld. Deshalb ist es wichtig, die Lebensmittelverschwendung zu bekämpfen. Wir helfen dabei!



Folgen der Lebensmittelverschwendung

Lebensmittelverschwendung ein großes Problem unserer Zeit. Es ist nicht nur eine Vergeudung von Nahrungsmitteln, die mit Sorgfalt angebaut wurden, sondern auch der Energie, die dafür aufgewendet wurde. Das Geld, das man für Lebensmittel ausgibt, die man dann nicht (auf)isst, ist ebenfalls verschwendet. Und nicht nur der Anbau von Lebensmitteln kostet Energie, auch die Verarbeitung und der Transport sind teuer und verbrauchen unnötige Ressourcen. Und selbst dann geht die Verschwendung noch weiter! Dann ist das Produkt womöglich sogar gekühlt im Supermarkt und man nimmt es mit nach Hause, wo die Kühlkette fortgesetzt werden muss. Nach dem Zubereiten einer Mahlzeit bleiben oft Reste übrig. Wenn diese dann nicht verzehrt werden, hat man viel mehr als nur Nahrungsmittel verschwendet.

Was kann man dagegen tun?

Zum Glück gibt es viele Gelegenheiten, mit kleinen Veränderungen die Lebensmittelverschwendung zu reduzieren. Es beginnt mit dem bewussten Einkaufen von Nahrungsmitteln. Wissen Sie eigentlich, was Sie noch im Haus haben, bevor Sie einkaufen gehen? Und lagern Sie Ihre Lebensmittel optimal? Manche Produkte werden entsorgt, weil sie nicht mehr haltbar sind. Aber selbst dann gibt es viele Möglichkeiten, Verschwendung zu vermeiden. Lesen Sie hier unsere praktischen Tipps gegen Lebensmittelverschwendung.

Tipp 1 - Bewusst einkaufen

Der Kampf gegen Lebensmittelverschwendung beginnt bereits beim bewussten Einkaufen. Um zu vermeiden, dass Sie Essen kaufen, das letztlich nicht verwendet werden kann, ist es sinnvoll, vorher nachzusehen, was sich in Ihrer Speisekammer, Ihrem Gefrierschrank und Ihrem Kühlschrank befindet. Vielleicht haben Sie noch Produkte, die kurz vor dem Verfallsdatum stehen und zusammen ein leckeres Gericht ergeben. Ist das nicht der Fall? Dann planen Sie gleich mehrere Tage im Voraus! Wenn Sie mit einer Einkaufsliste einkaufen gehen, können Sie vermeiden, unnötige Produkte zu kaufen. Achten Sie im Supermarkt darauf, dass die Lebensmittel, die Sie kaufen, lange genug haltbar sind. Werden Sie sie noch am selben Abend verzehren? Dann ist es nicht so wichtig. Sie können bestimmte Lebensmittel auch einfrieren, wenn sich das Verfallsdatum nähert. Manche Supermärkte bieten auch deutlich reduzierte Produkte an, die noch am selben Tag ablaufen. 

Tipp 2 - Richtig lagern


⊛ Mindesthaltbarkeitsdatum

Ihre Lebensmittel sind vielleicht länger haltbar, als Sie denken. Deshalb erklären wir kurz, was das Mindesthaltbarkeitsdatum auf Lebensmittelverpackungen bedeutet. Die Bezeichnung "Mindesthaltbarkeitsdatum" ist bewusst gewählt. Auch nach dem angegebenen Datum sind diese Lebensmittel also noch eine Weile haltbar. Prüfen Sie mit allen Sinnen, ob es noch einwandfrei ist. Dieses Datum gibt an, bis wann das Lebensmittel noch verkauft werden dürfen. Nach diesem Datum verschlechtert sich in manchen Fällen die Qualität schnell. Möchten Sie es länger aufbewahren? Oft hilft einfrieren!


⊛ Die richtige Kühlschranktemperatur

Achten Sie darauf, dass Ihr Kühlschrank auf 4 Grad eingestellt ist, denn das ist die ideale Temperatur zum Frischhalten und Aufbewahren von Nahrungsmitteln. Wichtig ist auch, dass Sie Obst und Gemüse, das in den Kühlschrank (in die richtige Schublade) gehört, nicht zu lange Raumtemperatur aussetzen - sonst werden sie schneller weich. 
⊛ Gekühlt oder auf der Anrichte?

Nicht alle Lebensmittel sind für die Lagerung im Kühlschrank gleichermaßen geeignet, manche vertragen die Kälte sogar gar nicht. Im Zweifelsfall lesen Sie nach oder besorgen sich einen Kühlschrankaufkleber. In jedem Fall sollten Sie Gemüse oder Obst an einem kühlen, dunklen Ort aufbewahren. Lagern Sie Gemüse aus dem Kühlschrank vorzugsweise in dervorgesehenen Schublade, um Austrocknen zu verhindern.


⊛ Luftdicht aufbewaren

Manche Lebensmittel, die lose im Kühlschrank oder auf der Theka aufbewahrt werden, bleiben nicht lange frisch. Luftdicht aufbewahren hilft! Wenn kein Sauerstoff an die Lebensmittel herankommt, bleiben sie länger haltbar. Bewahren Sie also Ihre Speisereste oder Lebensmittel in Silikonbeuteln, in Bienenwachstüchern, in einer Schüssel mit Silikondeckel, in einem Behälter mit Deckel oder in isolierten Brotdosen auf. Möchten Sie noch extra sicherstellen, dass die Haltbarkeit Ihrer Lebensmittel erheblich verlängert wird? Dann können Sie sie auch vakuumieren.

Tipp 3 - Bewusst konsumieren


⊛ Richtig portionieren 

Eine der Hauptursachen für Lebensmittelverschwendung ist das falsche Abschätzen von Zutaten beim Kochen. Essensreste werden entweder sofort weggeworfen oder sie werden aufbewahrt und dann nie gegessen. Mit einer Waage, einem Messbecher oder einem Spagettimaß kann man sicherstellen, dass man die richtige Portionsgröße erwischt.


⊛ Bokashi-Dünger

Wenn Sie Lebensmittelreste haben, mit denen Sie wirklich nichts mehr anfangen können, könnten Sie es mit Bokashi versuchen. Dabei handelt es sich um eine japanische Technik, bei der Sie Küchen- und Gartenabfälle unter Luftabschluss fermentieren lassen, um daraus Dünger für Ihren Garten zu erzeugen. Im Gegensatz zur Kompostierung wird dabei kein CO₂ freigesetzt! Während des Fermentationsprozesses von Bokashi werden Küchen- und Gartenabfälle in Nährstoffe für den Boden Ihres Gartens umgewandelt. Die effektiven Mikroorganismen gehen mit den organischen Abfällen ans Werk und sorgen dafür, dass diese viele neue Nährstoffe enthalten. Perfekt für den Anbau von frischem Gemüse im volgenden Jahr.
⊛ Reste wiederverwerten

Lebensmittelverschwendung zu verringern kann ganz einfach sein! Haben Sie schon einmal versucht, Ihren Biomüll wieder anzubauen? Mit etwas Wasser und Geduld lassen sich Wunder bewirken. Frühlingszwiebeln, Zitronengras, Lauch und Fenchel können in einem Glas Wasser innerhalb von 3 Tagen wieder sprießen. Um Sellerie, Römersalat und Pak Choi zu züchten, brauchen Sie eine Untertasse mit Wasser; wechseln Sie das Wasser täglich und befeuchten Sie die Blätter gelegentlich mit einem Pflanzenspray, und die neuen Blätter werden erscheinen.

Um Ingwer zu vermehren, müssen Sie ihn nur über Nacht in Wasser einweichen, in ein Gefäß eintopfen und etwas Zeit investieren, bis die Ingwerpflanze voll entwickelt ist. Auch Knoblauch und Zwiebeln lassen sich vermehren. Eine große Knoblauchzehe oder Zwiebel in einem Topf mit Erde lässt nach einigen Monaten neue Zehen oder Zwiebeln erscheinen - vorausgesetzt, Sie gießen regelmäßig! Mit diesen einfachen Tricks können Sie nicht nur Ihren Vorrat an frischem Gemüse aufstocken, sondern auch die Lebensmittelverschwendung reduzieren. Eine Win-Win-Situation!

Tipp 4 - Essensreste verwerten

Essensreste müssen nicht weggeworfen werden! Eine gute Möglichkeit, um Nahrungsmittel länger haltbar zu machen, ist das Einmachen. Darunter versteht man das Konservieren von Lebensmitteln in verschiedenen Mitteln, wie Essig, Zucker, Alkohol oder Öl. Denken Sie beispielsweise an klassische Essiggurken, aber es gibt auch andere Möglichkeiten. Durch die Verwendung von Salz, Säure, Zucker oder Alkohol schaffen Sie eine Umgebung, in der Mikroorganismen nicht überleben können. Auf diese Weise werden Lebensmittel länger haltbar und schmecken sogar noch besser!

Ein baldiges Verfallsdatum bedeutet nicht automatisch, dass man das Produkt entsorgen muss. Alte Bananen? Perfekt für Bananenbrot. Altes Brot? Perfekt für French Toast. Und altes Obst? Geben Sie es in den Mixer und machen Sie daraus einen leckeren Smoothie (achten Sie nur darauf, dass es nicht schimmelt). Reste, die noch gut sind, die Sie aber selbst nicht mehr brauchen, können anderen eine Freude machen. Denken Sie zum Beispiel daran, Nachbarn, Freunde oder Verwandte eine Freude zu machen!


Rezept - Bananenbrot

Zuerst den Backofen auf 180 °C vorheizen. Die reifen Bananen zerdrücken und in einer Schüssel zu einem glatten Püree verarbeiten. Eine Prise Zimt und Zucker hinzufügen, gut verrühren und dann die Eier hinzufügen. Mehl, Backpulver und eine Prise Salz über den Teig sieben und vermengen. Nun helles Olivenöl in den Teig geben und gut vermengen. Eine Kuchenform mit Backpapier auslegen und den Teig einfüllen. Lassen Sie das Bananenbrot etwa 45 Minuten im Ofen backen. Sie können einen Zahnstocher aus Holz verwenden, um zu prüfen, ob das Brot gar ist. Lassen Sie das Brot etwa 10 Minuten lang abkühlen, bevor Sie es anschneiden. Guten Appetit!

Zutaten
  • 150 g Mehl
  • 2 Teelöffel Backpulver
  • 1 Teelöffel Zimtpulver
  • 1 Prise Meersalz
  • 50 g Zucker
  • 2 Eier
  • 100 g helles Olivenöl
  • 3 reife Bananen